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Von links nach rechts: Prof. Dr. Wilhelm Spruth (Computersysteme), Dr. Paul Herrmann (Technische Informatik), Erwin Jung (IBM Deutschland), Prof. Dr. Gerik Scheuermann (Dekan Institut für Informatik), Prof. Dr. Martin Bogdan (Technische Informatik)
Der IBM System z9 der Technischen Informatik. Herr Nils Michaelsen ermöglicht den Studenten einen reibungslosen Praktikumsbetrieb auf dem Mainframe.
Feierliche Übergabe des IBM System z9 an die Universität Leipzig

Ein als „Mainframe“ bezeichneter Großrechner wurde am Dienstag, dem 09.02.2010, am Institut für Informatik der Universität Leipzig feierlich übergeben. Beim Leipziger Rechner handelt sich um ein Geschenk der Firma IBM, welcher ausschließlich für die studentische Ausbildung sowie für die Forschung genutzt wird. Der Großrechner bringt für künftige Absolventen der Informatik mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt, denn die Wirtschaft sucht händeringend Experten, die sich mit solchen Systemen auskennen. Dies ist in der heutigen, vernetzten Welt um so wichtiger, denn Mainframes spielen für das ausfallsichere elektronische Banking eine unverzichtbare Rolle.

Der derzeitige Marktwert des Großcomputers, einschließlich Software, beträgt über 2 Million Euro. „Wir könnten uns den Mainframe gar nicht leisten, deshalb freuen wir uns besonders über das großzügige Geschenk von IBM“, sagt der Professor für Technische Informatik Martin Bogdan vom Institut für Informatik der Universität Leipzig. „Mit einem kleinen Sektempfang haben wir uns nun bei IBM bedankt. Mit dabei war der Rektor der Universität Leipzig, Prof. Dr. Franz Häuser.

„Auf Grund der bereits bestehenden Beziehungen zu IBM Deutschland und anlässlich des 600-jährigen Bestehens der Universität Leipzig ist es uns nun gelungen, ein aktuelles Modell der z-Series von IBM zu erhalten, nämlich den z9“, erklärt Prof. Dr.Wilhelm Spruth, der als emeritierter Professor des Institutes durch seine Kontakte zu IBM wesentlich zu dem wertvollen Geschenk beigetragen hat. (Das "z" im Namen steht für Zero-Downtime).

„Obwohl den Mainframes als ‚Dinosaurier‘ der Informatik schon mehrfach das Aussterben vorausgesagt wurde, setzen weiterhin fast alle großen deutschen Unternehmen, besonders aber Banken und Versicherungen, auf die Ausfallsicherheit der Mainframes, insbesondere der Mainframes von IBM. Mainframes enthalten Spitzentechnologie, die nirgendwo anders zu finden ist.

„Den Unternehmen, die Mainframes einsetzen, macht in der Zwischenzeit die Überalterung der für die Mainframes zuständigen Angestellten schwer zu schaffen.“, erklärt Prof. Bogdan. „Der Bedarf an Nachwuchs ist extrem hoch, und wird noch dadurch verschärft, dass an Hochschulen praktisch keine Ausbildung mehr stattfindet. Durch unsere Mainframe-Ausbildung in Leipzig verschaffen wir unseren Studenten exzellente und einzigartige Startbedingungen für Ihren beruflichen Werdegang.“

Aber nicht nur die studentische Ausbildung bekommt nun einen größeren Praxisbezug - mit allen Auswirkungen auf die Arbeitsmöglichkeiten der Absolventen, auch für die Forschung ergeben sich durch die verbesserten Kooperationsmöglichkeiten mit IBM ganz neue Perspektiven.

Medienecho
Prüfungszeitraum
  • 15.2.21010 - 17.2.2010
  • Das Skipt für die Vorlesung Rechnerarchitektur wurde am 12.02. aktualisiert (Ergänzung der Vorlesungskripte der letzten beiden Vorlesungen).
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