Fallbasierte Repraesentierbarkeit Christoph Globig Fallbasiertes Schliessen hat sich in den letzten Jahren im Bereich der Kuenstlichen Intelligenz als Methode zur Realisation wissensbasierter Systeme etabliert. Statt durch die Angabe von expliziten Regeln wird Wissen als ein Paar bestehend aus einer Menge von Beispielen (den Faellen) zusammen mit einem Aehnlichkeitsmass dargestellt. Ziel des Vortrages ist es, Moeglichkeiten und Grenzen fallbasierter Repraesentation aufzuzeigen. Dazu untersuchen wir die fallbasierte Repraesentation von Konzepten. Ein Konzept ist eine nichtleere Menge von Objekten einer vorgegebenen Objektmenge und eine Konzeptklasse eine Menge von Konzepten, fuer die die Zugehoerigkeit universell entscheidbar ist. Eine fallbasierte Repraesentation eines Konzepts realisiert einen Akzeptor mit Hilfe des Prinzips des naechsten Nachbarn. Ein vorgelegtes Objekt wird genauso klassifiziert wie sein naechster Nachbar in der Fallbasis. Ein Schwerpunkt ist der Vergleich der Repraesentierbarkeit in endlichen und unendlichen Domaenen. Waehrend in unendlichen Domaenen zu jeder Konzeptklasse ein Aehnlichkeitsmass definiert werden kann, das es erlaubt, jedes Konzept der Klasse durch hoechstens zwei Faelle zu repraesentieren, genuegen in endlichen Domaenen nicht einmal polynomial viele.